Forgotten in Idomeni

Marion Bock, 19.5.2016

Heute darf Daniel als Erster aufstehen – er unterstützt das Team Bananas, indem er mit unserem großen Transporter 36 Schachteln, bis oben voll mit Bananen, nach Idomeni ins Lager transportiert. Sie werden dort von Volunteers, die von Zelt zu Zelt gehen, an Kinder verteilt.
Roman und Pedro bauen mit Unterstützung eines syrischen Handwerkers den Waschtisch fertig.
Viele Stunden werden mit dem Vorsortieren von Kleidung und Schuhen verbracht – wir haben gestern eine Liste mit Namen und gewünschter Schuhgröße erstellt und versuchen heute, für alle Frauen und Männer, deren Namen auf dieser Liste stehen, passende Schuhe zu finden. Am Nachmittag geben wir diese Schuhe aus und werden innerhalb weniger Minuten von einer Menschenmenge umzingelt, die uns ebenfalls um Schuhe bittet. Wieder wird eine Liste erstellt – heute stehen ca. fünf Mal so viele Namen darauf wie gestern, und wir wissen beim Schreiben schon, dass wir nicht alle Bedürfnisse erfüllen werden können, denn Schuhe sind nach wie vor Mangelware. Auch an Kinder geben wir Schuhe aus – viele laufen mit kaputten oder nassen Stiefeln, Flip Flops oder auch barfuß herum, nur wenige besitzen Schuhe in der richtigen Größe.
Immer wieder gibt es aber auch schöne Erlebnisse – Amira ist es gelungen, die Familie eines Mannes, der in der Steiermark auf die Anerkennung seines Asylantrags wartet und die in Idomeni darauf hofft, ihm nachfolgen zu können, zu finden. Sie bringt einen Rucksack voller Geschenke für Frau und Kinder mit und wir versorgen die vier mit Kleidung und Essen.

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