Bosnienkonvoi – 02.2020

Am Wochenende 8./9. Februar 2020 machten wir uns wieder einmal auf den Weg nach Bihac, um die HelferInnen vor Ort zu unterstützen. Und wir mussten feststellen, es hat sich seit unserem ersten Besuch im Mai 2019 nicht viel geändert, jedenfalls nichts zum Besseren. Was uns auffällt, man sieht weniger Schutzsuchende auf den Straßen oder in der Stadt. Das mag am Winter liegen oder eventuell auch daran, dass die meisten sich verstecken, in Ruinen oder im Wald, um nicht allzu sehr aufzufallen. Natürlich sind auch weiterhin viel in den Camps untergebracht.

Noch immer gibt es keinen Plan für die vielen gestrandeten Menschen, außer die grausamen und brutalen Pushbacks an der kroatischen Grenze oder wo auch immer sie aufgegriffen werden.

Für uns ist es daher wichtig, vor allem die unermüdlichen Helferinnen und Helfer vor Ort zu unterstützen, denn sie sind immer da und wir können während unserer kurzen Besuchen Sie kümmern sich täglich darum, dass den Menschen geholfen wird und gleichzeitig das soziale Gleichgewicht in den bosnischen Hotspots damit nicht aus den Fugen gerät. Wir versuchen daher sie mit dem Notwendigsten zu versorgen, so gut es eben geht. Dabei gibt es glücklicherweise mehrere Gruppen und NGOs, die es so wie wir machen, denn die einzelnen Lebensmitteleinkäufe oder Sachspenden-konvois reichen oft nur für 1-2 Wochen.

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich die Situation mit den wärmern Temperaturen vermutlich wieder verschärfen. Wir hoffen daher, dass sich weiterhin viele Menschen finden, die die tolle Arbeit vor Ort unterstützen.

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