Bewegung verbindet

EINLADUNG zu unseren SPORTWORKSHOPS

„Bewegung verbindet“

Sommer/Herbst 2017

Generationenübergreifendes Outdoor Fitness-Training für Jugendliche,

Frauen und Männer!

Was? Kostenloses Outdoor-Fitnesstraining, Sport und Spiel im Freien

Wann? Immer freitags von 17:45 bis 19:30 Uhr

1. Termin: Fr., 04.08.2017, 17:45 bis 19:30 Uhr

2. Termin: Fr., 11.08.2017, 17:45 bis 19:30 Uhr

3. Termin: Fr., 25.08.2017, 17:45 bis 19:30 Uhr

4. Termin: Fr., 01.09.2017, 17:45 bis 19:30 Uhr

5. Termin: Fr., 15.09.2017, 17:45 bis 19:30 Uhr

Abschlusstermin: Sa., 23.09.2017, bei ausgesprochenem Schlechtwetter Sa. 30.09.2017,

9:00 bis ca. 16:30 Uhr, Treffpunkt Graz Hauptbahnhof, Eingang Haupthalle

Wo? Hilmteich Graz, Treffpunkt beim Trinkbrunnen vor dem Bootsverleih

Abschlusstermin: gemeinsamer Ausflug in die wunderschöne, steirische Bärenschutzklamm

siehe: http://www.baerenschuetzklamm.at/

Für wen? Jugendliche ab 16 Jahren, Erwachsene jeden Alters, Gruppegröße: max. 20 Personen

Warum? Weil es Spaß macht, gesund ist und verbindet!

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bei Interesse unter folgender E-Mailadresse an: office@spendenkonvoi.com

Anmeldungen bis 03.08.2017 möglich!

Wir haben in unserer Fitness-Gruppe 20 Plätze zu vergeben. Die ersten 20 Email-Anmeldungen

bekommen einen Platz. Sollten alle Plätze belegt sein, teilen wir Ihnen das per E-Mail mit!

(Für telefonische Rückfragen: 0650/7121820)

Download: Infoblatt_Graz_Spendenkonvoi_Sportaktion_Sommer2017

 

We need your help – in Serbia

„I need your help“ – Bericht von Nicola Baloch
…las ich zu Beginn des Ramadan als Nachricht in meinen Nachrichten. Robbi, unser Partner und Freund in der Flüchtlingshilfe bat mich und damit uns, den Graz:Spendenkonvoi, um Unterstützung in der Hilfe für Flüchtlinge, die in den Lagern in Serbien gestrandet sind. Familien, Frauen, Kinder, junge und ältere Männer aus Afghanistan, Pakistan, Syrien, dem Iran, Eritrea, dem Sudan.

Gestrandet im Versuch nach Europa zu kommen in Lagern einen Steinwurf von der magischen Grenze zu Kroatien entfernt. Adasevic mit rund 1200 Menschen, ein aufgelassenes, heruntergekommenes Motel an der Autobahn mit einem Garten voller Großraumzelten und Principovac mit weiteren 450 Menschen, ein aufgelassenes Kinderspital mit weiteren Großraumzelten im Garten.

Beide Camps werden vom Kommissariat geführt und kontrolliert. Das Kommissariat ist die serbische Polizei, gefürchtet unter den Flüchtlingen, welche von den Betreibern pauschal als Taliban oder Terroristen bezeichnet werden. Der Zugang zu den Lagern ist Außenstehenden verwehrt, wir hatten Dank Robbi und seinen Schlangenbeschwörungskünsten Zugang, mit den Leuten vor den Lagern zu sprechen ist unerwünscht, sie könnten ja erzählen, dass sie hier wie Tiere gehalten werden:
2 Familien (8-10 Menschen) pro Zimmer a 12m2, für Männer ist es das Großraumzelt a 50-100 Personen auf Pritschen) keine Kleiderausgaben, keine medizinische Versorgung (bis auf Schmerztabletten), kaum Versorgung mit Hygieneartikeln (eine kleine Seife und eine kleine Flasche Schampon pro Familie alle 14 Tage), keine Schul- oder sonstige Bildung für die Kinder, kaum Beschäftigungsmöglichkeiten für die Erwachsenen, keine Busanbindung, um in den nächsten Ort Šid zu kommen (2 stündiger Fußmarsch), keine psychosoziale Betreuung, keine Dolmetscher und 2x pro Tag ungenießbares Essen. (zB. Nudeln lieblos in Vegetawasser gekocht ohne Sauce).

Der Umgang des Personals mit den Menschen erinnert an dunkle Zeiten der Geschichte. Am Eingang des Lagers hängt ein Plakat: “You want to return to your country? IOM can help you…” Für die meisten keine Option, weil es ihr Zuhause nicht mehr gibt, sie dort alles aufgegeben haben und auf der Suche nach Sicherheit und Schutz in eine ungewisse Zukunft geflohen sind. Jede Nacht versuchen einige im Schutz der Dunkelheit über die Grenze nach Kroatien zu gelangen, jede Nacht werden sie von der Grenzpolizei aufgegriffen, brutal zusammengeschlagen und wieder zurückgeschickt. Das Fatalste ist die Hoffnungslosigkeit. Sie wissen, dass sie sich in einer Sackgasse befinden, in welcher die momentane Situation kaum erträglich ist, es aber gleichzeitig kein Vor und kein Zurück gibt.
Auch wenn wir die Lage der Menschen nicht grundsätzlich verbessern können, konnten wir Dank Privatspenden der muslimischen Gemeinden in Graz und einiger weiteren großzügiger SpenderInnen gemeinsam mit unserer Partnerorganisation „Truckshop- Freedom of choice“ und beherzten Volunteers doch die triste Versorgungslage wesentlich verbessern. Dada und ich waren mit Robbie und Adela vom 14.06.-20.06. nach Šid in Serbien gefahren, um uns selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Mit den gesammelten Spenden kauften wir bei einem lokalen Gemüsehändlern, den berüchtigten Verleihnix alias Obrenko, Gemüse und Obst im großen Stil und verpackten es in die „Ramadan packs“ a 2 Zwiebeln, Gurken, Tomaten, Karotten, einer Paprika, einer Zitrone, einer Banane und ca. 8 frische Datteln. Diese Packs wurden dann von uns zu jeweils 4 in größere Plastiksäcke verpackt und mit einem Lieferwagen zu den Lagern gebracht. Jede Person im Lager erhält jeden zweiten Tag einen Ramadan Pack, um so das dürftige und vitaminarme Essen im Lager mit Nährstoffen aufzubessern. Die meisten machen sich daraus einen Salat und eine Art Letscho, welches sie aber nicht im Lager kochen dürfen…dafür gehen sie auf die Felder und lagern dort rund um ein kleines Feuer auf welchen sie für den Iftar kochen.

So bescheiden diese Hilfe auch ist, so wichtig ist sie für die Menschen. Die Verteilung der Ramadan Packs dürfen die Menschen im kleineren Lager Principovac selbst übernehmen; in Adasevic, werden die Packs vom Kommissariat ausgegeben werden, wobei auch das Personal als Rezipienten mitgerechnet werden muss…Weiters konnten wir kleine Wünsche erfüllen wie Nierentee für Menschen mit Nierensteinen aus der Apotheke besorgen, Hygieneartikel für eine Familie mit 3 Kindern, eines davon schwer krank kaufen und sämtliches Garn und Häkelnadel in einem kelinen Handarbeitsladen aufkaufen und an die Frauen verteilen, die zum Zeitvertreib Waschlappen, kleine Taschen und Deckchen häkeln.

Für das Ende des Ramadan „Eid-al-fitr“ würden wir gerne eine besondere Ausgabe machen, mit (Unterwäsche und Tüchern für die Frauen, Rasierern, Seife und Socken für die Männer, Süßigkeiten und Fruchtsaft für die Kinder. Hierfür benötigen wir noch Spenden, Wenn Ihr uns helfen könnt, bitte spendet auf unser Spendenkonto.

 

Hilfsaktion Serbien – Juni 2017 – Fuit day

Fruit day… Bericht vom 17.6.2017 – Nicola Baloch

The day started out with a visit to the market where i bought freshly picked raspberries and some needlework material for the ladies in the camp to pass the time in the long days during Ramadan with nothing to do. They all know how to make beautiful patterns ….from there Adela and I went and helped the Serbian ladies in packing 1200 packs of vegetables and fruit, the Ramadan Packs we support, while Dada went on a secret mission… 😉 We were „paid“ in kind for the help with a watermelon the wife of the owner offered to us for free much to his dismay 😉 Back at the warehouse we discovered an apricot tree and plundered it. Last but not least we went to the camp for distribution and there a young boy addressed me and asked me to share his story…stay tuned. Now we are back at the apartment and are having a well deserved drink with sour cherries Danijela Campara bought for us in the market.

 

Hilfsaktion in Serbien – Juni 2017

Updates aus Serbien – Bericht vom 15. Juni 2017 – Nicola Baloch

Resümee des ersten Tages in ŠID, Serbien:
Fast fühlen wir uns wie auf Urlaub mit unseren Freunden Robbie und Adela Al Sharua, denen wir zu 100% vertrauen können und die Unglaubliches leisten und umsetzen, bis….ja bis wir in die Camps kommen. Heute in 2 „One Stop Centers“ vor Ort mit knapp 400 und 1200 Flüchtlingen belegt, mit Familien aus dem Iran, Afghanistan und Syrien gesprochen über ihre Situation, ihre Versorgung, ihre Anliegen und Sorgen. Eine ältere syrische Dame zB. ist seit 5 Monaten mit ihrem nierenkranken Mann im Lager. Ihre drei Kinder (das jüngste 13 Jahre) haben es bis nach Deutschland geschafft. Familienzusammenführung ist von Serbien aus nicht möglich. Für den Mann gibt es außer Schmerztabletten keine Behandlung, wenn er Koliken hat…Die Beamten behandeln sie wie Tiere und schlimmer. Zum Schluss weinte die Dame und meinte, wie schön es sei, endlich mal mit jemanden über ihren Kummer sprechen zu können.
Für morgen haben wir den Gemüseeinkauf samt Ausgabe vorbereitet. Und natürlich einen Nierentee für ihren Mann besorgt.

 

Project Food for Refugees

 

Liebe Freundinnen und Freunde!

Bitte helft uns bei unserem neuen Projekt, das über den Sommer noch weiter ausgebaut wird: Project food for Refugees
Die Lage in Serbien ist prekär! Bereits bei unserem Osterkonvoi haben wir gestartet, den Menschen vor Ort in Serbien zu helfen! Lasst uns nicht abstumpfen! Wir machen weiter!
Helft uns helfen!
Jetzt! DANKE!
Spendenkonto easy business
Graz:Spendenkonvoi
IBAN: AT71 1420 0200 1096 3541
BIC: EASYATW1
„project food for refugees“
Zum Hintergrund:
Die Lage der in Serbien gestrandeten Flüchtlinge ist zwar mit dem Schleifen der Barracken am Belgrader Bahnhof aus den Medien verschwunden aber darum nicht weniger prekär. Derzeit befinden sich rund 10.000 Flüchtlinge im Land notdürftig in Camps untergebracht. Die Lage der Menschen in den Camps ist dramatisch. Es fehlt an allem: keine menschenwürdige Waschmöglichkeiten, keine Kochmöglichkeiten, kaum Hygieneartikel, keine Kleiderausgaben, wieder Zelte und der Winter naht….Auch und vor allem an Essen fehlt es und das im Monat Ramadan. Wer 17 Stunden pro Tag fastet, weiß was es bedeutet, wenn man danach nichts (Gescheites) zum Essen hat. Das unverschuldete Leid vieler Menschen ist vielen Menschen mittlerweile egal. Schauen WIR nicht weg, tun wir was und helfen wir.

Gemeinsam mit unserem Partner Robert Martinković, der schon in Griechenland Unglaubliches geleistet hat, unterstützen wir vorerst 1200 Menschen in Şid mit Vitaminen im „Project-Food“, bestehend einer Gurke, Tomate, Zwiebel, Karotte, Zitrone, Banane und 100g Datteln. Lokal eingekauft und den ganzen Ramadan über jeden zweiten Tag an ALLE Personen im Camp Principovac vorbereitet und ausgegeben von den Flüchtlingen selbst. Ein solcher Sack kostet mit knapp über 1€ nicht viel, aber wenn man das auf 1200 Menschen hochrechnet und dann auf einen Monat, dann benötigen wir mindestens 20.000€. Die Hälfte des Geldes hat unser Partner bereits zusammenbekommen, jetzt wollen wir ihn gemeinsam mit Eurer Hilfe unterstützen. Jeder Euro zählt und jeder Euro kommt direkt bei den Menschen in Form von Essen und damit gelebter Menschlichkeit an. Dafür stehen wir mit unserem Namen ♥.

Viele Wege, ein Ziel – Start Osterkonvoi

… und am Ende steht immer die gleiche erschreckende Erkenntnis:

Nichts hat sich geändert!

Bericht von Matthias Aufinger, 10.4.2017

Am Freitag, dem 7.April, startete der Graz:Spendenkonvoi erneut zu einem Einsatz an der Balkanroute, dieses Mal ist unser Ziel Serbien, wo tausende Schutzsuchende in teils offiziellen aber auch inoffiziellen wilden Lagern, den sogenannten Dschungeln, hausen müssen.

Keine Perspektive, wenig bis gar keine Versorgung, Spielball der Politik…

Den ersten Tag in Belgrad nutzten wir, um uns mit Volunteer Gruppen zu vernetzen, uns zu orientieren und einen Überblick zu verschaffen.  Unser Fokus lag dabei auf dem Dschungel hinter dem Bahnhof nahe dem Zentrum von Belgrad. Schnell wurde klar, an welchen Dingen es mangelt – Hygiene, medizinische Versorgung, Essen, Kleidung, Unterkunft.

Traurigerweise sind die Bilder, die wir sehen, die Probleme, die es gibt, und die Sorgen der Menschen immer die gleichen! Egal ob auf Lesbos, in Idomeni oder jetzt in Belgrad. Im Dschungel von Belgrad hausen rund 1100 Personen unter widrigsten Umständen. Aufgrund der ständigen Neuankömmlinge und des versuchten Weiterkommens ändert sich Zahl der Schutzsuchenden täglich.

Besonders erschreckend ist, dass die Hälfte der Flüchtlinge Minderjährige sind!

Burschen, die eigentlich in der Schule sitzen müssten, eine Kindheit genießen und eine Zukunft vor sich haben sollten, sind dazu verdammt, ohne Perspektive, ohne Betreuung und vor allem ohne Familie in Serbien festzusitzen. Als Notquartier dienen alte verlassene Baracken hinter den Gleisen. Der Müll türmt sich in und um die Gebäude, und obwohl es fast tägliche Säuberungstrupps gibt, wird man nicht Herr der Lage. Erbärmlicher Gestank in den Baracken, Ratten und Krankheiten sind überall zu finden. Aufgrund der kaum vorhandenen Sanitären Einrichtungen ist auch die Krätze ein allgegenwärtiges Problem. ALLE Duschen und die Waschstellen zusammengerechnet kann man an weniger als einer Hand abzählen… und dies für über 1000 Menschen!

Unvorstellbar, wie man solche Bedingungen über viele Monate lang ertragen kann.

Auch hier stemmen nahezu die ganze Situation private Volunteers und Gruppen. Viele unterschiedliche Gruppen versuchen die Situation der Menschen zumindest etwas zu verbessern und in die tristen Tage ein wenig Beschäftigung zu bringen. „Share the Love“ – ein Slogan unter Volunteers beschreibt auch hier die Zusammenarbeit sehr gut. Im Besonderen mit den Soulwelders & BelgrAid, 2 Gruppen, die schon seit längerem vor Ort sind, arbeiten wir momentan zusammen, um auch unsere Zeit & Ressourcen hier möglichst sinnvoll einzusetzen.

In den nächsten Monaten wird von Volunteers vermehrt mit Neuankömmlingen gerechnet. Seit 20 Monaten wird vielerorts immer nur reagiert, improvisiert und nachgearbeitet. Dieses Mal versuchen sich Volunteers auf die zu erwartende Situation vorzubereiten und bauen ein großes Warehouse auf. Dieses soll als Anlaufstelle für Spendenlieferungen und die Organisation deren Verteilung dienen, sowie eine Großküche beinhalten, um die mangelnde Versorgung der Schutzsuchenden mit Essen zu verbessern.

Sortieren, Aufbau der Kücheninfrastruktur und Organisation der anstehenden Projekte standen heute auf unserem Programm. Am morgigen Tag stehen unter anderem die letzten Vorbereitungen vor der Inbetriebnahme der Mobile Showers auf dem Plan. Durch dieses Projekt von Soulwelders, welches auch wir unterstützen, bekommen die Menschen die Möglichkeit, sich zu duschen und im Anschluss frische Unterwäsche, Socken & Shirts anzuziehen, um dadurch die durch Milben ausgelöste Krätze abzuschwächen.

Auch hier lesen wir Nachrichten und erfahren von Aussagen zuhause, von Bürgern, denen anscheinend der Einblick in diese Situation fehlt. Wir sind nicht besser als andere, wir sind nicht schlechter, aber wir glauben an die Integrität und die Würde der Menschen! Sowie tausende Menschen waren & sind auch wir nach wie vor tagtäglich freiwillig, unbezahlt und in unserer Freizeit aktiv, um für diese Überzeugung einzustehen!

Wir klatschen nicht, wir schreien nicht und schon gar nicht sind wir naiv – wir arbeiten hart um diese Werte zu leben, von denen viele momentan immer nur reden!